Im Briefkasten eine Einladung zu einem Abend für Erstsemestrige – "Vielleicht bringt's ja 'was", hatte sie sich gedacht... Und er brachte tatsächlich mehr als Sarah Strähl (25) je erwartet hätte...
"Ich ging in die Kirche, jedenfalls an Weihnachten und Ostern, und bin auch getauft worden. Ich besuchte den kirchlichen Unterricht und habe dann ich die Firmung und die Erstkommunion empfangen.“ So beschreibt Sarah Strähl, eine 25-jährige Geografiestudentin, ihre Erlebnisse in der Kirche, bevor sie mit dem Studium anfing. „Ich machte all das, was man in der Kirche halt so tut. Aber nichts berührte mich so recht. Ich tat es nicht von Herzen, sondern ging eher aus Zwang hin.“
Etwas war für Sarah aber schon immer klar und wurde ihr auch von den Eltern weitergegeben: Es gibt einen Gott, und ich bin ihm nicht egal. Das sollte sich schon bald in ihrem Leben zeigen. So manches würde sich nun verändern ...
Im Herbst 2000, als sie mit dem Studium in Zürich anfing, landeten allerhand Studieninformationen in ihrem Briefkasten; darunter auch eine Einladung von Campuslive „Das klingt gut: Seminar ‘Erfolgreich studieren‘ und ein Abend für Studienanfänger. Vielleicht hilft es mir, damit ich in den ersten Wochen an der Uni nicht ‘schwimme‘. Und ich lerne dort sicher noch ein paar Leute kennen“, hatte sich Sarah gesagt und ist zu beiden Anlässen hingegangen. Und ist auch gleich bei Campuslive geblieben. „Ich habe dort Hilfe für mein Studium erhalten.“ Aber das sei nicht alles gewesen, erzählt Sarah weiter: Seit ihrer Sekundarschulzeit sehnte sie sich nach tiefen Beziehungen. Oft haben sich die Gespräche in der Schule nur ums Kiffen und um den Alkohol gedreht. Und sie wünschte sich immer, mit jemandem weniger oberflächlich reden zu können. Das habe sie bei den Leuten gefunden, die sie nun neu kennen lernte.
Als dann der Alphalive-Kurs vorgestellt wurde, war Sarah schnell klar, dass sie auch dort mit von der Partie sein werde. Sie war neben den neu gewonnen Freunden auch immer mehr an diesem Gott interessiert, der sie schon seit ihrer Kindheit begleitet hatte.
Und Gott zeigte sich ihr hier auf ganz neue Weise, wie sie es zu ihrer Unti-Zeit wohl nie geahnt hätte. „In einem Auffahrtslager von unserer Gemeinde spürte ich, wie mein Herz sich für Gott öffnete. Ich verstand dann den Glauben immer besser und merkte, dass es Gott ist, der mich durchs Leben führt. Seither habe ich viel Spannendes und Schönes mit Ihm erlebt. Und ich durfte auch in Zeiten seine Hilfe erfahren, in denen an der Uni nicht alles wie am Schnürchen lief. Ich merkte, dass ich ihm vertrauen kann und dass ein Leben mit ihm spannend ist.“
Im Herbst 2003 hat Sarah nun einen weiteren Schritt mit Gott getan: Sie liess sich im Greifensee bei Zürich taufen. „Erst hatte ich meine Zweifel, da man sich in der katholischen Kirche nicht zweimal taufen lässt.“ Sie sehe es aber als einen wichtigen Entscheid in ihrem Leben.
Sie spüre seit der Taufe, dass etwas Neues begonnen habe. Doch sie wisse auch, dass sie nun nicht von einem Tag auf den anderen grosse Veränderungen erwarten darf, sondern dass die ihre Zeit brauchen. „Ich warte geduldig auf das, was Gott mir noch schenken wird.“
Sie hat auch schon Veränderungen erlebt, zum Beispiel in ihrem Selbstvertrauen: „Ich hatte früher ein ziemlich schlechtes Selbstvertrauen und merke nun, wie Gott es zum Guten verändert.“
(Foto: www. aboutpixel .de)