Vor kurzem las ich eine schöne Geschichte:
„Ein bisschen Silber“
Ein Christ kommt zum Pfarrer: „Es ist entsetzlich - gehst du zu einem Armen, ist er freundlich und hilft, wenn er kann. Gehst du zu einem Reichen, sieht er dich nicht einmal. Was hat das Geld doch für einen Einfluss?“
Da antwortet der Pfarrer: „Tritt ans Fenster, was sieht du?“ „Ich sehe Menschen, sehe Kinder, einen Wagen…“. „Gut“, sagte der Pfarrer. „Jetzt stell dich hier vor den Spiegel. Was siehst du nun?“ „Hhm, natürlich nur mich!“
„Ja, so ist das. Das Fenster und der Spiegel sind beide aus Glas gemacht. Kaum legst du ein bisschen Silber hinter die Oberfläche, schon siehst du nur noch dich selber.“
Im Internet fand ich für den Begriff „Moment“ die Worte: „Entscheidende kurze Zeitspanne“. Momente mit Gott sind wahrlich entscheidende, ja ewigkeitswirkende Augenblicke, die uns mehr ermöglichen, als in der o.a. Geschichte dargelegt: Wir sehen oft ein „Stück Himmel“, immer unseren Nächsten und letztlich auch uns selbst! Je mehr wir das „irdische Silber“ ausblenden, desto nachhaltiger und intensiver sind diese Momente!
Ich wünsche Euch und mir viele solcher „entscheidenden, kurzen Zeitspannen“!
Günther Grapp
(Foto: www. aboutpixel .de)