Auf dem diesjährigen Jugendtag gab es eine Besonderheit, die mir sehr gut gefiel. Während des Gottesdienstes wurden einmal zu Beginn und dann noch zur Vorbereitung auf das Abendmahl für die Entschlafenen Texte aus der Bibel vorgelesen.
Am Anfang aus Jakobus 1, Verse 23 – 25:
„Denn wenn jemand ein Hörer des Worts ist und nicht ein Täter, der gleicht einem Mann, der sein leibliches Angesicht im Spiegel beschaut; denn nachdem er sich beschaut hat geht er davon und vergisst von Stund an, wie er aussah. Wer aber durchschaut in das vollkommene Gesetz der Freiheit und dabei beharrt und ist nicht ein vergesslicher Hörer, sondern ein Täter, der wird selig in seiner Tat“.
Wenn wir etwas Besonderes vorhaben, dann „putzen wir uns gerne raus“, ja manchmal stylen wir uns, um gut auszusehen und positiv aufzufallen. Dabei nutzen wir meist einen Spiegel und die beim Hineinschauen gewonnene Erkenntnis ist uns immer Veranlassung, Korrekturen bzw. Verschönerungen vorzunehmen, bis alles perfekt ist! Ich denke, kaum einer wird sich abwenden und entdeckte Unzulänglichkeiten einfach ignorieren.
Machen wir das in unserem Glaubensleben auch so? Wir haben hier nicht nur etwas Besonderes vor, sondern wir wollen ein einmaliges Ziel erreichen! Dann lasst uns immer in den Spiegel des Wortes schauen und in dem vollkommenen Gesetz der Freiheit beharren. Was wir da noch so entdecken (und das ist immer noch so manches), wollen wir nicht von Stund an vergessen, sondern darauf mit all unseren Kräften und Fähigkeiten reagieren. Wir werden erleben, dass dieser „Verschönerungskampf“ schon heute – wie es in dem o.a. Textwort so schön heißt – selig macht!
Günther Grapp
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