Gott fügt alles wunderbar Ein König hatte einen Minister, der bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit sagte: „Gott fügt alles wunderbar!“.
Nach einiger Zeit hatte der König diesen Satz so oft gehört, dass er ihn nicht mehr ertragen konnte. Beide gingen auf die Jagd. Der König schoss einen Hirsch. Minister und König waren hungrig, machten Feuer und grillten den Hirsch. Sogleich begann der König zu essen und schnitt sich in seiner Gier einen Finger ab. Der Minister: „Gott, fügt alles wunderbar!“
Jetzt reichte es dem König. Wütend entließ er den Minister aus seinen Diensten und befahl ihm, sich fortzuscheren. Er wollte ihn nie wieder sehen. Also ging der Minister. Der König aber, vom Hirschbraten gesättigt, schlief ein. Wilde Räuber, Anhänger der Göttin Kali, überfielen und fesselten ihn, wollten ihn ihrer Göttin opfern und – verspeisen. Im letzten Moment bemerkte einer der Kali-Anhänger den fehlenden Finger. Die Räuber beratschlagten sich und befanden: „Dieser Mann ist unvollkommen. Ihm fehlt ein Körperteil. Unserer Göttin darf nur Vollkommenes geopfert werden.“ Sie ließen ihn laufen. Der König erinnerte sich an die Worte des Ministers „Gott fügt alles wunderbar!“ und begrif: Genau so ist es! Auch in diesem Fall. Er fühlte sich schuldig, weil er den Minister verbannt hatte und ließ ihn suchen. Nach langer Zeit wurde er gefunden. Der König entschuldigte sich und bat ihn, wieder in seine Dienste zu treten.
Der Minister: „Du brauchst dich nicht zu entschuldigen. Ich bin dankbar, dass du mich fortgeschickt hast. Mich hätten sonst die Räuber geopfert. Mir fehlt kein Finger. - Gott fügt alles wunderbar!“.
(Foto: www. aboutpixel .de)
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