Ein besonderer Gottesdienst fand am Palmsonntag in der Gemeinde Osnabrück-Mitte statt. Der Gottesdienst stand unter dem Bibelwort aus Markus 11, Vers 17:
In diesem Gottesdienst trat der Vorsteher der Gemeinde Osnabrück-Mitte, Priester Dietmar Sprengel altersbedingt in den Ruhestand.
Priester Volker Lüdemann wurde von seiner Beauftragung als Vorsteher der Gemeinde Osnabrück-Schinkel entbunden.
Apostel Walter Schorr fusionierte die Gemeinden Osnabrück-Mitte und Osnabrück-Schinkel zur neuen Gemeinde Osnabrück.
Bezirksevangelist Reinhold Zielasko wurde als neuer Vorsteher für die Gemeinde Osnabrück beauftragt.
"Und er lehrte und sprach zu ihnen: Steht nicht geschrieben: "Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker"? Ihr aber habt eine Räuberhöhle daraus gemacht."
Zu Beginn des Gottesdienstes ging der Apostel auf einen Satz des Liedes der Sänger ein.
Die Jünger wussten nach der Kreuzigung Jesu nicht wie es weitergehen soll. Sie haben sich eingeschlossen. Waren vielleicht in der Kummerhöhle?
Dann trat Jesus in ihre Mitte, ohne dass sich ein Türschloss öffnete und sagte "Friede sei mit euch".
Die Aussage erreichte den Jüngern aber nicht, sie waren zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Jesus wiederholte seine Aussage "Friede sei mit euch".
Erst dann reagierten die Jünger und erkannten Jesus Christus.
"Das möchte ich an den Anfang des Gottesdienstes stellen", so der Apostel.
Friede sei mit dir. Egal was gestern war, oder was morgen ist.
"Friede sei mit dir - mögen wir erfüllt sein vom Frieden und von der Gelassenheit", so der Apostel.
Wir wollen heute nicht Fragen stellen, oder mit falschen Erwartungen zu Jesus kommen.
Damals an Palmsonntag herrschte die Meinung, das Jesus das Volk Israel von den Römern befreien will.
Viele fragten bei dem Einzug in Jerusalem "Wer ist das?", "Was will der?", "Was macht der?".
Der Apostel sagte daraufhin, dass wir nicht hier sind, damit wir aus irdischen Verhältnissen gerettet werden.
Wir wollen keinen Handel mit Gott machen, nach dem Motto "Wenn die Krankheit weg ist, komme ich auch Mittwochs wieder in die Kirche, oder ich gehe dann wieder zur Chorprobe".
"Gott folgt man aus Liebe! Wenn wir beten, naht sich Gott uns. Gotteskind sein, heißt zu 100% im Glauben stehen." so der Apostel.
Im Tempel
Jesus ging in den Tempel, er ging nicht irgendwo hin, sondern zuerst in den Tempel.
Er hat sich alles angeschaut.
Am nächsten Tag schaffte er Ordnung im Tempel. Es ist die Anbetungsstätte Gottes. Der Tempel ist ein heiliger Ort.
Die Priester konnten ihren Dienst nicht verrichten, weil Gottes Herrlichkeit den Tempel erfüllte.
Auch heute geht es um die innere Anteilnahme.
"Es gibt Ausreden für mittwochs, da ist es der Kreislauf, da sind es die Medikamente.
Kämpfen wir noch um den Gottesdienst?" fragte der Apostel.
Beten für die Geschwister und den Dienstleiter
Apostel Schorr erinnerte an ein Erlebnis mit dem Bezirksapostel Reiner Storck.
Vor dem Stammapostel-Gottesdienst in Wuppertal führte der Bezirksapostel einen Gottesdienst im Arbeitsbereich von Apostel Walter Schorr durch.
Nach dem Gottesdienst bat er alle Brüder nochmal in die Sakristei.
Er sagte ihnen, "Brüder, bitte, am Sonntag kommt der Stammapostel nach Wuppertal.
Ich habe besondere Erwartungen an den Gottesdienst, wir wollen zusammen beten für jeden, auch für den letzten."
Gemeinsam beteten die Brüder in der Sakristei, das jeder an dem Gottesdienst teilnehmen könne.
"Betest du noch für den Gottesdienst?" fragte der Apostel Schorr die Gemeinde.
"Betest du noch für den Dienstleiter?"
Gottesdienst ist Gemeinschaftsarbeit.
Fusion der Gemeinden Osnabrück-Mitte und Osnabrück-Schinkel
"Heute gründen wir eine neue Gemeinde, die Gemeinde Osnabrück", so der Apostel.
Egal ob du aus Mitte oder Schinkel kommst, keinem wird seine Erinnerung genommen.
Der Gemeindeschatz aus beiden Gemeinden bleibt erhalten.
Wir wollen miteinander eine Gemeinde gründen.
Anschließend sang die Gemeinde die Strophen 1 und 3 aus dem Lied Nummer 32 "Mit dem Herrn fang alles an" aus dem Neuapostolischen Gesangbuch.
Im gemeinsamen Gebet fusionierte Apostel Walter Schorr die bisherigen Gemeinden Osnabrück-Mitte und Osnabrück-Schinkel zur neuen Gemeinde Osnabrück.
Wunsch an die Gemeinde
"Möge jeder seinen Platz haben und seine Gaben einbringen.
Keiner möge mit falschen Erwartungen zu Gott kommen. Auch in schweren Stunden sagen wir "Nicht mein - sondern Dein Wille geschehe"!
Das ist der Weg wo Gott segnen kann.", so der Apostel.
Er erinnerte an die Worte des Bezirksapostel Wilfried Klingler.
Im Pfingstgottesdienst vergangenes Jahr sagte der Bezirksapostel in seinem Predigtbeitrag, dass die Amtsträger mit dem Stammapostel durch eine Tür den Gottesdienstraum betreten haben, worüber das Wort "Harmonie" steht.
Der Apostel fragte daraufhin, ob wir ein Interesse an der Harmonie in der Gemeinde haben.
Konsumierst du nur, oder bringst du dich ein?
Diese Aufgabe stellte er der neuen Gemeinde, wir wollen um die Harmonie kämpfen.
Predigtbeitrag Priester Dietmar Sprengel
"Jetzt sind wir eine Gemeinde", er nahm Bezug auf das Lied der Sänger, wo sie von der gemeinsamen Stärke gesungen haben.
"Gemeinsam gehen wir der Wiederkunft des Herrn Jesus entgegen", so Priester Spengel.
Im Bezug auf dem Tempel Gottes ging er noch einmal auf das Wirken Jesu ein.
Jesus suchte immer die Nähe im Tempel, schon mit 12 Jahren war er im Tempel.
Er hat sich wohlgeführt in der Nähe Gottes.
Auch in Osnabrück, möge sich jeder wohlfühlen. Es solle Harmonie und Verständnis herrschen auch in der Unterschiedlichkeit.
Bezogen auf das Bibelwort sagte Priester Spengel, dass ein jeder willkommen ist im Hause Gottes. Auch wir wollen jeden aufnehmen.
Dank zuletzt.
Priester Sprengel dankte, auch im Namen von Priester Volker Lüdemann, der Gemeinde für die Unterstützung in den vergangen 6 Jahren, wo er als Vorsteher der Gemeinde diente.
Vorbereitung zum Heiligen Abendmahl
Apostel Schorr erinnerte an die Möglichkeiten im Heiligen Abendmahl.
"Wir haben die Möglichkeit für einen sauberen Start in die neue Gemeinde, mit jedem vereint und versöhnt zu sein" so der Apostel.
Das ist nicht immer einfach.
Denken wir an den 39-Jähren Attentäter, er folgte einer Idee und tötete.
Wenn dieser in die Ewigkeit geht, wer ist bereit dem zu vergeben?
Im Bibelwort heißt es "Mein Haus soll ein Bethaus sein für alle".
Wer ist bereit dem Täter zu vergeben oder ihm Asyl zu geben?
Die Frage müssen wir uns stellen. Alle gedenken immer der Opfer, das ist richtig, der Täter aber stand unter dem Einfluss eines fremden Geistes.
Er war fehlgeleitet.
"Heute können wir einen neuen Anfang machen in einer neuen Gemeinde. Wir sind dann versöhnt mit Bruder und Schwester" so der Apostel.
Zurruhesetzung und Beauftragung
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls wurde Priester Dietmar Sprengel in den Ruhestand versetzt.
Priester Volker Lüdemann wurde von der Beauftragung als Vorsteher entbunden.
Bezirksevangelist Reinhold Zielasko wurde vom Apostel als Vorsteher für die Gemeinde Osnabrück gesetzt.
Abschließend bestätigte der Apostel alle Brüder aus den ehemaligen Gemeinden Mitte und Schinkel in ihren Ämtern für die neue Gemeinde Osnabrück.
Der Gottesdienst wurde mit Gebet und Segen beendet.
© Bezirk Osnabrück
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