25 Senioren aus den Gemeinden Lübbecke und Bünde hatten sich auf diesen Tag gefreut. Selbst das Wetter meinte es gut und bescherte ein paar trockene Stunden, sogar die Sonne schickte ein paar Strahlen, als die Teilnehmer auf dem großzügigen Parkplatz am Herforder Tierpark eintrafen.
Der Herforder Tierpark.
Der Tierpark Herford ist ein kleiner Zoo im Stadtteil Waldfrieden. Er wurde daher auch früher Tierpark Waldfrieden genannt.
Thorsten Dodt der jetzige Tierparkleiter begrüßte seine Gäste im vorbereiteten Cafe und gab Einsicht in eine abwechslungsreiche Geschichte des Tierparks.
Ursel Holzberg aus Bünde begrüßte zunächst alle Teilnehmer und gab den Ablauf des Tages bekannt. Ihre Worte waren sehr authentisch, da sie eigentlich zur Betreiberfamilie zählt und mehr als 10 Jahre im Cafe Waldfrieden schwungvoll unterstützt hat. Dazu hatte sie auch einige lustige Anekdoten parat.
Thorsten Dodt, der neben seiner füllenden Tätigkeit als Tierparkleiter, auch noch bei der Neuapostolischen Kirche (NAK) kirchlich engagiert ist, (Gemeindeleiter (Vorsteher) in Bad Salzuflen und Asemissen), gab interessanten Einblick in die Entwicklung der Tiereinrichtungen.
Eröffnet wurde der Tierpark 1952 auf einer Fläche von etwa 3ha und wird als eine gemeinnützige GmbH geführt. Stolz ist Thorsten Dodt auf seine 18 Mitarbeiter, ein sehr junges Team, die überwiegende Anzahl etwa bis 30 Jahre alt. Fast alle Arbeiten im Tierpark, Umbauten, Neubauten, Sanierungen werden mit den eigenen Mitarbeitern bewegt. Dabei werden natürlich viele kreative junge Ideen umgesetzt und ermöglichen einen enormen Aufschwung.
So findet der Besucher immer wieder neue Aufbauten und erweiterte interessante Tiergehege mit vielen neuen Tieren. 2017 löste Thorsten Dodt seinen Vater als Tierparkleiter ab, der bis dahin die Betriebsgeschicke geleitet hatte.
Die steigenden Erfolge des neuen Tierparkmanagers lassen sich eindeutig messen: Jahresbesucher im alten Tierpark bewegten sich um etwa 22 000, am Anfang der Übernahme und Neuentwicklung waren es dann 45 000 und im letzten Jahr 2022 wurden stolze 170 000 Besucher gezählt.
Thorsten Dodt hat von der Pike auf als Tierpfleger gelernt, ist begnadeter Manager und hat ein umfangreiches Netzwerk mit allen deutschen und vielen ausländischen Zoos und Tierhaltern aufgebaut.
Ein bekannter Herforder Unternehmer rettete den Tierpark mit einer großen Geldsumme und schuf eine neue Basis für eine gesicherte Betriebsentwicklung. Der Tierpark sorgt als Lehrprojekt für Familien, Kinder, Jugendgruppen und auch behinderte Gruppen das Naturverständnis und die Tierwelt zu verstehen und lieben zu lernen.
Mittagessen im Cafe Waldfrieden.
Eigentlich ist donnerstags der Pfannkuchen Tag. Bei angemeldeten Gruppen wird aber eine Ausnahme gemacht. Hier werden die kleinen Köstlichkeiten auch schon mal dienstags gereicht. Die Pfannkuchen, ein Spezialrezept des Cafes, zusammen mit Apfelmus, Brot und Butter waren allein den Besuch wert, so die einhellige Meinung der Senioren-Feinschmecker.
Eindeutiger Höhepunkt, eine Führung durch den Tierpark. Chef Thorsten Dodt stellte sein ganzes Wissen zur Verfügung.
Nach einem Gruppenfoto ging es zunächst unter fachkundiger Leitung an den Ententeich. Dabei schloss der geschulte Tierparkleiter die Vielfalt der dort ansässigen Wasservögel auf. Es sind nicht nur Enten und Gänse, sondern freilebende Wildvögel die das Weite suchen könnten. Trotzdem bleiben sie am Ententeich. Thorsten Dodt hatte zu jedem Vogel eine Anmerkung.
Auch am Lemurengehege wurde unter sachkundiger Führung eine Verschnaufpause eingelegt. Die aussterbenden Lemuren sind Halbaffen von der Insel Madagaskar.
Überall spürte man den Tierparkleiter mit einem brennenden Herzen für seineTiere, Sie und deren Pflege sind seine besondere Passion.
Höhepunkt und besonderer Stolz natürlich die Eulenschule, sicherlich die größte und bedeutsamste ihrer Art in Deutschland. Dort ist die ganze Familie Dodt engagiert. Hier übernahm auch die Tochter von Thorsten Dodt die weitere Vortragsleitung. Zusammen mit einem kleinen, 100 Gramm schweren Greifvogel hatte sie sofort die Sympathie der Senioren-Gruppe gewonnen, ein interessanter Ausflug in die Welt der Greifvögel.
Mehr als eine Stunde standen nun für die Senioren zum ausgiebigen Anschauen und Anfassen einzelner Tiere zur freien Verfügung.
Der Rundgang war so angelegt, dass es keinem zu schwer wurde. (Rollatorfahrer inbegriffen) Reichlich Sitzbänke luden zum Verweilen ein.
Die putzigen Erdmännchen bildeten den Schluss der Schau. ("Sie haben mit ihrem Gehabe so etwas menschliches an sich," so ein Senioren-Besucher treffend)
Das Cafe rief dann noch einmal zum Kuchenbuffett. Selbstgebackene Tortenstücke ließen noch einmal zugreifen. Auch hier stand der Freund Thorsten Dodt zu vielen Fragen Rede und Antwort. Selbst heikle Fragen fanden Beantwortung. So gibt es im Tierpark einen Frosch, der auch Mäuse fressen und verschlingen kann.
Häufig werden auch kranke Tiere, Findlinge oder aus privatem Bereich im Tierpark abgegeben. Später werden sie wieder ausgewildert.
Unvergessliche Augenblicke endeten im herzlichen Dankeschön an die Tierparkmannschaft mit ihrem Leiter und an unsere Organisatorinnen aus Lübbecke und Bünde.
Ein Tag zum Wiederholen!
© Bezirk Osnabrück
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