Der erste Sonntag im Juli hatte gleich zwei besondere Prägungen für die Gemeinde Melle. Es war der zweite Gottesdienst für Entschlafene in diesem Jahr, in dem neuapostolische Christen besonders den Verstorbenen gedenken. Zudem waren die Hörgeschädigten aus Westdeutschland zu Gast – der Gottesdienst wurde in Gebärdensprache übersetzt.
Dreimal jährlich finden Gottesdienste für Entschlafene statt, in denen der Verstorbenen gedacht wird. In einem besonderen Gebet bitten die neuapostolischen Christen insbesondere für diejenigen, die zu Lebzeiten keinen Zugang zum Glauben an Jesus Christus und den Sakramenten hatten. (Mehr zum Entschlafenenwesen der Neuapostolischen Kirche)
Zu diesem besonderen Gottesdienst erwartete die Gemeinde besondere Gäste: die Gruppe der Hörgeschädigten der Gebietskirche. Schon seit über 60 Jahren bietet die Neuapostolische Kirche Gottesdienste für Hörgeschädigte an. Hier wird der Gottesdienst simultan in Gebärdensprache (LBG) übersetzt. Im deutschsprachigen Raum finden regelmäßig zentrale Gottesdienste für diese Gläubigen statt, so bildet die Gruppe der Hörgeschädigten eine eigene Gemeinde innerhalb der Gebietskirche. Sie werden von einem Gemeindevorsteher und weiteren Priestern und Diakonen betreut. Hirte Bernd Graffenberger leitet die Gemeinde der Hörgeschädigten Westdeutschland und führte auch den Gottesdienst in Melle durch.
Im Anschluss an den Gottesdienst gab es beim gemeinsamen Imbiss mit Bratwurst noch Gelegenheit zum Austausch.
© Bezirk Osnabrück
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