Von Beethoven bis zum „Gegacker“
Schon der Auftakt war ein Statement: Mit Ludwig van Beethovens berühmter Sonate „Pathétique“ eröffnete die erst 15-jährige Sophia Schuster den Nachmittag. In allen drei Sätzen überzeugte sie durch eine Entschlossenheit und Präzision, die man in diesem Alter selten findet. Sophia Schuster bewies eindrucksvoll, warum sie bereits als Jungstudentin an der Musikhochschule Detmold aufgenommen wurde. Dass die junge Künstlerin auch eine Vorliebe für musikalischen Humor besitzt, zeigte sie bei Rameaus „La Poule“ (Die Henne). Hier ließ sie das instrumentale Gegacker unter ihren Fingern so plastisch lebendig werden, dass ihre Spielfreude unmittelbar auf die Zuhörer übersprang.
Ein familiäres Zusammenspiel
Nach einem Intermezzo ihrer Mutter Tatiana Schuster, die mit Werken von Mel Bonis für einen Moment den Flügel übernahm, wechselte Sophia das Instrument. An der Querflöte, begleitet von ihrer Mutter, interpretierte sie J. Mouquets „La flûte de pan“. Hier bestach sie durch technische Leichtigkeit und eine fließende Eleganz.
Den energetischen Schlusspunkt setzte das Duo mit argentinischem Temperament: Auf die rhythmische Intensität einer Suite von A. Ginastera folgte als fulminantes Finale Astor Piazzollas „Adiós Nonino“ zu vier Händen. Ein mitreißender Abschluss eines Konzerts, das das Publikum mit langanhaltendem Applaus würdigte.
© Bezirk Osnabrück
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